Wie shoppen Frauen?

Umfrage in der Stuttgarter Innenstadt

Stuttgart, 17. August 2009. Die Stuttgarterinnen gehen gerne einfach mal Bummeln und vertrauen dabei auf Geschäfte, die sie bereits kennen. Und wehe, die sind dann nicht aufgeräumt, denn Frauen wollen sich am liebsten selbst zurechtfinden. Das ist das Ergebnis einer Straßenumfrage der Online-Shopping Plattform edelight unter 120 Frauen in der Stuttgarter Innenstadt. Das Unternehmen wollte wissen: Wie shoppen Frauen eigentlich?

„Also eigentlich suche ich nichts Bestimmtes. Ich wollte nur mal Bummeln“, so die häufigste Antwort der Probandinnen auf die Eingangsfrage, „was suchen Sie heute in der Stadt?“. Fast 80 Prozent der befragten Frauen sind ohne eine bestimmte Kaufabsicht in die Innenstadt aufgebrochen. Auf die nächste Frage, was sie denn häufig kaufen, wenn sie eigentlich ohne Ziel gestartet seien, hieß es: Accessoires und Schmuck. Die glitzernden Kleinigkeiten überzeugen zwei Drittel der Befragten zu einem Spontankauf. Schuhe und Kosmetik verleiten demnach ebenfalls zu Spontankäufen.

Das Gerücht, wenn Frauen einkaufen, kennen sie kein Budget, bestätigte sich nicht. Ein Viertel der befragten Frauen sucht Geschäfte gezielt nach der Preisklasse auf und zwei Drittel gaben an, dass das Preis-Leistungsverhältnis am entscheidensten sei, wenn sie auf der Suche nach einem bestimmten Kleidungsstück sind.

Die Stuttgarterinnen zeigen sich dabei als sehr treue Kundinnen, die ihre Innenstadt zu schätzen wissen. So bevorzugen die Damen Geschäfte, die sie bereits kennen oder in denen sie bereits gekauft haben. Die Lage auf der Königstraße ist dabei ein großer Bonus für die Läden. Jede sechste gab an, die Stuttgarter Shoppingmeile ohne konkretes Ziel auf und ab zu Bummeln. In Zeiten, in denen immer mehr Fußgängerzonen von 1-Euro-Shops erobert werden, ein Gütesiegel für die Königstraße.

Bei den Lieblingsgeschäften liegen Ketten wie h&m, Zara und Esprit in der Gunst der jungen Frauen ganz vorne. Bei den Kaufhäusern kann sich Breuninger vor Peek & Cloppenburg durchsetzen. Allerdings schneiden diese in der Gunst der jungen Käuferinnen schlechter ab als h&m und Co, da die Kundinnen es laut eigenen Aussagen schätzen, wenn die Stilrichtung eines ganzen Geschäfts ihrem Geschmack entspricht.
Ebenfalls ein Pluspunkt für die Stuttgarterinnen: Ein schönes Ambiente und ein schnell drehendes Sortiment.

Das Verkaufspersonal hat es dagegen nicht so einfach mit den Damen. Am liebsten ist es den Frauen, wenn sie sich selbst zurechtfinden. Eine fachkundige, zurückhaltende Beratung wird zwar auf Nachfrage geschätzt, aber nur jede zehnte gab dies als Entscheidungskriterium bei einer Kaufentscheidung an. Über aufdringliches oder arrogantes Personal ärgert sich dagegen jede Vierte.